Und hinter tausend Stäben [k]eine Welt

01.–07.03.2021

Ankunft in der Dunkelheit. Für jemanden, der sich überwiegend an jenen Geschichten orientiert, die visuelle Merkmale erzählen, kann das durchaus zu Desorientierung führen. Ich hänge während der ersten Tage irgendwo in der Luft; schwebe zwischen Magdeburg, dem niederösterreichischen Kleinbaumgarten und Wien, der Stadt, in der meine erwachsenen drei ›Kinder‹ mit ihren Partner*innen leben.
Um die Quarantäne-Tage produktiv zu nutzen und nicht in der Einsamkeit einer fremden Wohnung zu stranden, habe ich bereits Monate vor meiner Ankunft die Schulkinder und Jugendlichen der Stadt zu virtuellen Besuchen in meine Magdeburger Gästewohnung eingeladen. Dachte, das wäre insgesamt eine kluge Idee; und machte meine Rechnung ohne den Wirt. Ein dialektverhafteter Österreicher würde daraus übrigens intuitiv ›den Wirten‹ machen; ihm und allen anderen Interessierten sei an dieser Stelle der Blick in ein Nachschlagwerk deutscher Sprache empfohlen, nicht der Korrektur, sondern der Erheiterung wegen, denn unser ›Wirt‹ entstand aus alt- und mittelhochdeutsch ›wirt‹, was Ehemann, Gebieter meinte und sich erst später ausweitete auf ›denjenigen, der Freundlichkeit erweist‹. Sprache ist wahrlich köstlich, sie liefert mir oft einen Grund, herzlich zu lachen.
Nun kommen sie also, die Teenager aus Magdeburg, Tag für Tag. Wir dialogisieren via Bildschirm – manchmal angestrengter ob technischer Pannen, meist jedoch in guter Tonqualität. Und fällt mal wieder jemand aus dem virtuellen Rahmen, nehmen wir es gelassen; wir kennen das ja alle mittlerweile zur Genüge.
Die jungen Magdeburger*innen dürfen sich nach allem erkundigen, was ein Literat*innenleben ausmacht: Ich werde Rede und Antwort stehen; so lautet die Abmachung. Ergänzt um Einblicke in literarische Arbeiten, kleine Schreibaufgaben, die zu ihrem Alter passen. Dafür erzählen sie mir, wie es ihnen geht, mit Homeschooling, eingeschränkten Kontakten und geteilter Klasse. Und retten mich mit ihrer Lebhaftigkeit, ihrer Neugierde, ihrer Spontanität!
Dass ich in Magdeburg beinahe in jeder der Schulklassen gefragt werde, ob ich denn nicht meine Familie vermisse, sei ich derart häufig unterwegs, verblüfft mich. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass mir diese Frage andernorts derart auffallend häufig gestellt wurde; sei es, weil sie nicht ausgesprochen wurde oder weil ich es vergessen habe, da sie zuvor nie auf ein Weh traf, welches meines Erachtens der Quarantäne zu verdanken ist, die einen an und für sich porös macht. Das innere Ankommen verzögert sich. Man hängt mit einem Ticket, auf dem groß »ABENTEUER« steht, in der Warteschleife fest und hofft, es werde nicht bis zur Unkenntlichkeit zerknüllt sein, bevor man endlich an der Reihe ist, durch die Tür zu gehen und diesen neuen Ort zu erobern.
Dabei ist die Erkundigung nach dem Vermissen eine sehr vernünftige Frage! Ihr könnte man antworten: ›Natürlich! Aber es gibt ja das Internet, um in Verbindung zu bleiben, und wenn uns das vergangene Jahr etwas gelehrt hat, dann eine bewusste Wertschätzung des Internets! Es ist eine famose Chance, diese Verbindungsmöglichkeit mit der Welt um uns. Es ist nicht auszudenken, wie sich 2020 gestaltet hätte ohne Internet!‹ Man könnte auch die trockene Auskunft liefern, zu reisen, das bringe dieser Beruf eben mit sich. Wer das nicht wolle, werde Straßenfeger, Wolkenkratzer oder Maulwurfsjägerin.

Bei geduldigen Zuhörer*innen könnte man diese Antwort noch um emotional-sinnliche Aspekte ergänzen:
Der Lohn sei das Abenteuer des Erlebens, das Vergnügen des In-der-Welt-Seins und die Herausforderung, sich darauf – an vielfältigen Orten –einzulassen, um der Begegnungen wegen, der neuen Inspirationen, die darin beheimatet sind, sodass sich alsdann in der literarischen Arbeit gestalte: die Welt, die uns umgibt.
Ohne diese ›Nahrung‹ verenden Literat*innen im Ich-Sumpf.
Wie gegenwärtig.
Meine ›Weite‹ endet momentan recht abrupt und viel zu nah: an den betonierten Säulen der Balkonbalustrade, wenige Schritte hinter den Lamellen der Rollos, die mein Zimmer zur Hälfte umrunden. Was sonst noch ist, kann ich bloß sehen, lichtet sich der Nebel gegen Mittag.
Nein, ich bin keine ›Wohnungs-Quarantäne‹ gewohnt; natürlich nicht. Ich habe immer schon geahnt, dass meine Lebenssituation am »Arthof« eine luxuriöse ist; neben der oft bis zur Erschöpfung anstrengenden physischen Arbeit, die solch ein alter Bauernhof eben mit sich bringt. Beneidet hat mich um die Schufterei auch niemand; bis das Covid-Jahr kam. Brachte neue Gräben in unsere Gesellschaft; war die Landbevölkerung zuvor ›hinter dem Mond‹, die Aussteiger*innen ›eigenbrötlerisch‹, so wollte man plötzlich – nein, nicht sein-wie-sie, absolut nicht. Bloß ›haben‹. Vorzugsweise mit Gärtner, Chauffeur, Köchin und Putze. Die Reihenfolge ist variabel, das Geschlecht im Denken eher nicht.
Jedenfalls fragte ich mich oft genug, wie die Menschen in den Städten diese Monate des Lockdowns ertragen, eingepfercht in ihre Wohnungen, ohne einander bis zum Zerbrechen zu quälen – die Hölle, das sind die anderen, schrieb Sartre in »Huis Clos«. Oder sich in der Einsamkeit der allein behausten vier Wände zu erschießen – die Hölle, die bereiten wir uns gerne mal selbst; und durchaus genussvoll, Menschen, die wir sind.
Nein, auf den eigenen Grund und Boden beschränkt ein Jahr lang zu leben, das hat nichts mit Quarantäne zu tun, und ich bin überaus froh, dass meine Eingeschlossenheit in eine Wohnung nur acht Tage umfassen wird, um Schwarz auf Weiß zu wissen: Ich habe nichts ungeahnt im Schlepptau mitgebracht; zumindest kein kleinstes krankheitserregendes Partikel C-. Damit beide Seiten auf Nummer sicher gehen; und auf Nummer sicher sind. Diese Form der Wendung sei übrigens veraltet – behauptet der Duden. Das tut er gerne. In seiner Begründung verweist er darauf, dass sich die Formulierung ›auf Nummer sicher sein‹ auf das Faktum beziehe, dass Gefängniszellen nummeriert waren und die Inhaftierten ›sicher‹ dahinter ›verwahrt‹ wurden. Sind sie das heute nicht, nummeriert? Ich weiß es nicht. Sei es wie es sei: Im Gegensatz zu ›auf Nummer sicher sein‹ könne man – auch heute noch – durchaus ›auf Nummer sicher gehen‹, ohne sich deswegen den Anstrich des Antiquariats zu verpassen und das (in den Nasen einiger weniger Menschen: herrliche) Odeur seiner leicht modrigen Druckwerke zu verströmen.
Gehen wir also auf Nummer sicher; wenigstens auf und ab.
Und hin und her.
Im Morgennebel.
Und hin und her.
Im Regen.
Von Waschbetonplatte zu Waschbetonplatte.
Tappen, springen, schlendern: auf und ab, auf und ab …
Von Waschbetonplatte zu Waschbetonplatte.
Und hin und her.
Im Sonnenschein.
Und hin und her.
Im Regen.
Ich kann ja nicht tagtäglich die Fenster putzen, die Heizkörper reinigen und Salsa auf zwei Quadratmetern im Solo tanzen, wenn ich doch die laszive Rumba sowieso viel lieber mag! Während ich versuche, der Unruhe in den Gliedern Herrin zu werden, ohne die anderen beiden Herren rechts und links von mir in ihrer jeweiligen Lebenswelt zu stören, gleitet mein Blick über die zehn Säulen je Teilabschnitte der Balustrade:
»[…] Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt […]«,
fallen Rilkes Zeilen aus dem »Panther« in mein gehendes Denken ein. Und sein müder Blick, vom Vorübergehen der Stäbe, ja, und keine Welt: nicht erreichbar, nicht zu erfassen. Inexistent. Der Mensch ist ein Sinneswesen, und was sich nicht wahrnehmen lässt, dem sprechen wir die Existenz ab. Vielleicht liegt deshalb so viel im Argen?
Eine zerzauste Krähe landet auf der Balustrade, schnabelt ihr Kra-Kra auf mich ein, nach vor gereckt und nach oben, in einer Schaukelbewegung des Kopfes, spreizt ihre Schwanzfedern wiederholt. Ich kann ihre Aussage nicht übersetzen! Da kommt endlich jemand ganz real, greifbar, beinahe, und spricht mit mir, und ich – kann kein Wort verstehen! Sie lässt das völlig kalt. War offenbar auch nicht für mich gedacht, der Inhalt ihrer Rede. Sondern für ein zweites Krähenexemplar, welches nun zwei Meter links von mir mit Flügelrauschen landet. Social Distancing für Federvieh. Als ich mich mit freundlicher Frage in ihren Talk zu mischen versuche, fliegen beide auf und davon. Wie soll man da auf seine Kosten kommen? Wenigstens eine höfliche Antwort hätte ich ihnen doch wert sein können, nicht?
Und auf und ab.
Hin und her.
Im Morgennebel.
Hin und her.
Im Regen.
Und auf und ab.
Im eisigen Wind.
Starre hinunter, auf den Ulrichplatz zu meinen Füßen – er könnte Schauraum bieten, würde sich dort Leben ereignen. Tut es nicht, was einerseits der Witterung, andererseits wohl dem Lockdown geschuldet ist. Auf den Bänken rund um das eingemottete Springbrunnen-Rondeau sitzen nur vereinzelt Menschen. Zwischen ihnen hockt die Leere. Da saust ein Kind auf einem roten Rad auf den Platz, zieht seine Kreise und erzählt in wilder Fahrt vom Leben. Es liegt etwas ungemein Tröstliches darin.

08.03.2021

Die Quarantäne ist gut, um all die mitgebrachte Arbeit zu erledigen. Die Quarantäne ist mies, um all die mitgebrachte Arbeit zu erledigen; sie ist schlicht das Letzte – in vielerlei Hinsicht. Sonderbarerweise kämpfe ich mit lahmer Konzentration. Nach drei Stunden schmerzt der Nacken, nach fünf fühle ich mich matt, nach acht ausgelaugt.
Das klingt doch eh normal?
Nicht für mich.
Ich frage mich, ob es an der Ungewissheit dieses Beginns, seiner Verzögerung, der mangelnden zügigen Bewegung samt fehlender Zielorientierung liegen mag oder ist es eine Müdigkeit, die ich schon mitbrachte? Den turbulenten Monaten vor meiner Abreise geschuldet? Schließlich hat man nicht alle Tage zu entscheiden, wie viele Tiere am Hof geschlachtet werden müssen, damit die Mitbewohnerinnen, welche man bitte hurtig finde, mit den übrigen Tieren zurechtkommen könnten. Oder Verlassenheit zu verdauen, die ein befreundeter Journalist mit den Worten quittierte: Was wundert es dich, dass man sich anderweitig umsieht, wenn du ständig unterwegs bist und fortwährend arbeitest? – Ich wette, niemand würde zu einem Mann sagen, er brauche sich doch nicht zu wundern, dass …

Und wer mietet (und versorgt) einen winzigen Hof nahe der Landesgrenze zur Tschechischen Republik – außer ein Künstlerinnenpaar, das gerne die Fähigkeit zu einer anderen Lebensform ausloten möchte und diese sieben Monate als Chance sieht?
Die wurden es auch, zwei junge Kreative, einmal Literatur, einmal Musik; und zwei Wochen, um ihnen beizubringen, wie solch ein altes Haus tickt. Langsamer, gemächlicher auf jeden Fall und überaus eigen. Werden sie das Feuer aus der Glut im Ofen entfachen können, ohne siebzehn Zeitungsseiten und ebenso viele Nervenfasern zu verbrauchen, weil viel zu lange gepennt und die Sonnenwärme auf dem Rauchfang den Raum in Nebel hüllt, statt ihn durch den Kamin nach draußen zu leiten? Werden sie meine theoretische Anleitung zur Wiederinbetriebnahme des Brunnens nach der Winterpause umsetzen können? Werden sie …? Die Liste der Quarantäne-Sorgen ist so lang wie acht Tage und acht Nächte:

Möge mein Zuhause danach noch stehen!
Ich höre meine Freunde lauthals lachen; natürlich spotten sie: „Das Haus stammt aus dem Jahr 1869, es hat so viel ausgehalten, gesehen und überstanden, da werden ihm zwei junge Tiroler*innen mit Sicherheit nicht den Garaus machen – hab ein wenig Vertrauen, Marlen!‹ Nur meine Mutter murmelt am Telefon, ihr sei bange um den Gemüsegarten. Um die Wahrheit zu sagen: Der macht mir die geringsten Sorgen.
Die Quarantäne ist gut, um als Gespenst die Schreibarbeit für andere zu erledigen. Die Quarantäne ist das Letzte, um an der Novelle, an der ich seit November arbeite, weiterzukommen. So erstelle ich statt inspirierten Einfällen Projektkalkulation, berechne die Marge in der Lehre, finalisiere Anträge.
Und lese.
Vor allem am letzten Tag, an dem die Uhr kaum voran kriecht. Jedes Mal, wenn ich auf ihre Anzeige blicke, spottet sie meiner mit ein paar verstrichenen Minuten.
Da ich in Magdeburg bin, finde ich, es wäre ein guter Anfang, in einem Buch zu blättern, welches mir aus ebenjener Stadt vor Wochen schon nach Niederösterreich gesandt wurde, damit ich es alsdann im Koffer wieder hierher trage. Es ließ mich schmunzeln, als es per Post ankam, eingeschlagen in Packpapier und durch eine Karte ergänzt, die mir verriet, der Absender habe durchaus Humor – das ist gegenwärtig sowieso die beste (Er-)Lebensversicherung. Ohne sie steht man keinen dieser sonderbaren Tage der blauen Flecken durch. Der Spiegel weiß, wovon ich schreibe.

»Der Pascha von Magdeburg« also, der beeindruckte mich durch seine Liebe zum Detail: Dublüre, Ornamentbordüren und Arabesken; aussagekräftige, farbenfrohe Bilder laden zum Schmökern ein, vertiefen vielfach die Textebene. Da hat einer mit ungemein großer Liebe zum Detail gewerkt. Oder um genau zu sein: ihrer viele. 34 Schreibende, Zeichnende, Übersetzende waren bei dieser Publikation an der Arbeit beteiligt, brachten ihre unterschiedlichen Hintergründe ein, seien sie Historikerinnen, Schauspielerinnen, Professorinnen … und Menschen wie wir, Autorinnen; stellenweise in vier Sprachen.
Es ist auch dieser Variantenreichtum, der dieses Buch so interessant macht, weil es erneut zu Bewusstsein bringt, wie vielfältig die Bezüge zwischen ›Hier‹ und ›Dort‹ sind, wie verwoben unsere Welt seit Jahrhunderten ist – und dass es schlichtweg albern dünkt, Gegenteiliges zu behaupten; oder in Hysterie zu verfallen, weil die Medien mal wieder Schlagzeilen brauchen und der Boulevard sie am nötigsten hat. Setzen wir doch gegen geschürte Ängste und Vorurteile lieber »belegte Fakten, gemeinsame Forschung, Empathie und Begegnung und tägliche solidarische Zusammenarbeit«, schlägt Dr. Mieste Hotopp-Riecke, einer der Herausgeber, vor. Und ich finde er hat recht.
Die Geschichte des Kaffees kann einen ›Muckefuck‹ lehren, Sagen finden sich ebenso wie Hochstapler, Generäle und Weltbürger. An eine Sprachreise nach Syrien wird erinnert, weil keiner der ehedem besuchten Orte heute ohne die Spuren der Zerstörung ist. Sehr berührend auch der Versuch zweier junger Frauen durch Albanien zu reisen, ausgestattet mit einem Tauschobjekt, um den Menschen die Frage zu stellen, was sie glücklich mache: Freunde, Familie, eine gute Dorfgemeinschaft, ein Hobby, ein guter Job, friedliches Zusammenleben – so lauten die Antworten, welche die Reisenden erhalten; und aus dem mitgebrachten deutschen Bier wird Wein werden, 30 Hufnägel für einen Esel, eine Schildkröte und irgendwann der Zahn eines Löwen …
So vielfältig wie die Beiträge, so vielfältig sind auch die Orte, an die man in diesem Band lesend reisen kann: Aleppo, Anatolien, zu den Tataren, nach Sarajevo, Marakesch, nach Haifa und Cortoba, um nur ein paar davon zu nennen; und immer wieder Magdeburg!
Nun aber, laufen – meinen Test abholen, damit ich mich von dem Schatten, der ich gegenwärtig bin, endlich erhole; damit Schwarz auf Weiß die Nummer sicher steht:
Ich starre auf das Blatt und kann vor Nervosität die Zeile nicht finden, befrage die junge Frau im Klinikum, die schon die Tür erneut schließen will, wie denn nun der Befund laute: »Negativ, natürlich!«, sagt sie und lacht über mein Gestammel, ob dies nun hieße, ich sei frei – endlich? Aus der Quarantäne entlassen?
»Ja. Gehen Sie. Und genießen Sie die Sonne!«
So laufe ich zu Fuß zurück, durch die Straßen von Magdeburg.
Und allen Nicht-Magdeburgerinnen sei gesagt, das ›A‹ im Anlaut ist knapp, kurz, fast nicht existent. Keineswegs habe der Name der Stadt etwas mit der Magd zu tun, und sowieso würden wir süddeutschen Sprecherinnen alle Vokale viel zu genussvoll dehnen, um unserer Lust am Singsang zu frönen. Wer das ›Magdeburg‹ der Magdeburgerinnen üben will, der nehme einen Mund voll mit Trinkschokolade, sage dann verhuscht: ›Mgdeburch!‹. Trocken, nicht spritzen! Auch Gelächter ist absolut hinderlich. Bitte das finale ›-ch‹ nicht überbetonen – nur dezent im Abgang, leicht verhaucht. Wir sind hier ja nicht im Burgtheater, und Deutlichkeit in der Aussprache wird absolut überbewertet! Also, nein, das wird so nichts … Versuchen Sie es lieber – wie ich – mit ›Landeshauptstadt‹ und ›Ottostadt‹, wenn Sie vom Tourismus geliebt werden wollen; oder schlicht: die Stadt. Dann sind Sie auf ›Nummer sicher‹. Und üben Sie, wie ich; zuerst mit den Schülerinnen, danach mit einer Journalistin, einer Verkäuferin und einem Theatermann. Magdeburger-Meisterin bin ich noch immer nicht geworden.


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